Psychosomatisch-psychotherapeutische Konzeptforschung
- AG Dr. von Boetticher

Unsere Konzepte prägen unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit und unsere Haltung ihr gegenüber, nicht nur im Alltag, sondern auch in der Wissenschaft.

Gerade auch die wissenschaftliche Tätigkeit ist keine, die sich von selbst versteht und sich gleichsam unmittelbar und objektiv der Wirklichkeit zuwenden könnte, sondern in ihren inhaltlichen Fragestellungen und ihren methodischen Antwortmöglichkeiten immer schon konzeptvermittelt: neben spezifischen Konzepten von der Wirklichkeit nicht zuletzt auch durch das Konzept der Wissenschaft selbst. Denn Wissenschaft ist kein wissenschaftliches, sondern ein konzeptuelles Konstrukt.

Die Konzeptforschung in der psychosomatischen Medizin untersucht die für die psychosomatische Krankenversorgung und Forschung theorie- und praxisrelevanten expliziten und impliziten Konzepte und bezieht diese reflexiv auf den in unserem Fach wirksamen Wissenschaftsbegriff und die diesem korrespondierende Methodik.

Konzeptforschung gehört zur Grundlagenforschung in der Medizin. Methodisch bedarf sie hierfür der Einbeziehung geistes- und sozialwissenschaftlicher Modelle.

Gegenwärtige Fragestellungen betreffen:

 

Publikationen 2019

Journalbeiträge

  1. Herrmann-Lingen C, Melzer J, von Boetticher D (2019) Emotions, Bodily Changes, and the Social Environment: How Did Early Psychosomatic Medicine Consider the Social Dimension in Health and Disease? PSYCHOSOM MED 81(8): 694-703, doi: 10.1097/PSY.0000000000000687
  2. von Boetticher D, Meyer T (2019) Somatisches Krankheitsrisiko bei psychischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung depressiver Syndrome. Z PSYCHOSOM MED PSYC 65: 129-143


Publikationen vor 2018-2014